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Ethikarbeit in Gesundheitseinrichtungen institutionalisieren

Serie „Ethikarbeit-Werkstatt“: Grundlagen, Angebote machen, Entwickeln

Ethikarbeit wird in immer mehr Gesundheitseinrichtungen zu einem fixen Teil der Organisation. Ethikkomitees werden gegründet und Personen werden für die Ethik-Fallberatung ausgebildet. Mittlerweile gibt es hierfür auch Standards der Akademie für Ethik in der Medizin und einen regen internationalen Fachdiskurs.

Dennoch plagen sich viele Personen und Gremien dieser Ethikarbeit mit einer Frage: Wie kann die Ethikarbeit besser „Tritt fassen“ in unserer Organisation? – Die formale Beauftragung und das persönliche Engagement sind dafür notwendig, aber nicht hinreichend. Deshalb sind viele auf der Suche nach Methoden und Werkzeugen, die bei der Institutionalisierung der Ethikarbeit in der eigenen Gesundheitseinrichtung helfen können.
In der „Ethikarbeit-Werkstatt“werden Sie fündig.

Die Serie „Ethikarbeit-Werkstatt“ besteht aus drei Präsenzfortbildungen:
Teil 1 „Grundlagen“ - hat bereits stattgefunden
Teil 2 „Angebote machen“
Teil 3 „Entwickeln“
Die Kurse können in verschiedenen Kombinationen, einzeln oder zusammen, gebucht werden.

ZIELGRUPPE
Die Serie richtet sich an Personen, die ...

  • eine leitende Aufgabe in der Entwicklung der
  • Ethikarbeit in ihrer Organisation übernommen haben (z. B. Vorsitzende eines Ethikkomitees, Ethikkoordinatorinnen und Ethikkoordinatoren)
  • in einem Gremium der Ethikarbeit („Ethikkomitee“, „Ethikboard“ etc.) mitwirken (Achtung: nicht in Forschungsethikkommissionen)
  • eine Zertifizierung gemäß Kompetenzstufe 2 der Akademie für Ethik in der Medizin (K2-AEM, „Ethikkoordinator*in im Gesundheitswesen“) anstreben

METHODE
Übungen von Methoden und Werkzeugen, Austausch und Diskussion, Kleingruppenarbeiten, Inputs der Teilnehmenden und des Trainers

TRAINER
Priv.-Doz. Dr. Jürgen Wallner, MBA, HEC-C (ASBH), K1-3 (AEM)
Leiter des Ethikprogramms der Barmherzigen Brüder Ordensprovinz Europa Mitte; über 20 Jahre praktische Erfahrung in der Ethikberatung im Gesundheitswesen; Mitglied verschiedener Ethik-Fachgremien (darunter im Vorstand der Akademie für Ethik in der Medizin, in deren Arbeitsgruppen für Ethikberatung im Gesundheitswesen und für Organisationsethik im Gesundheitswesen); zahlreiche Fachbeiträge

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Teil 2 – Angebote machen

Die Fortbildung (Teil 2 der „Ethikarbeit-Werkstatt“) vertieft die in Teil 1 vermittelten Grundlagen, um Ethikarbeit in Gesundheitseinrichtungen zu institutionalisieren. Konkret geht es darum, Angebote für verschiedene Stakeholder kennenzulernen, welche die Ethikarbeit verstetigen helfen.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNG
Absolvierung von Teil 1 der „Ethikarbeit-Werkstatt“

INHALTE

  • Kommunikation: Grundlagen der (internen) Unternehmenskommunikation, Stakeholder und Zielgruppen, Werkzeuge und Medien, Public Relations und Marketing
  • Angebotsplanung: Bedarfs- und Bedürfnisanalysen, Stakeholder und Zielgruppen, informellere Formate (z. B. Ethik-Café), formellere Formate (z. B. Einführungstag für neue Mitarbeitende)
  • Kooperationen: Ethische Grundlagen der Kooperation in Organisationen, Klinischer Bereich, Nicht-klinischer Bereich, Kooperationen außerhalb der eigenen Organisation

ZIELSETZUNG
Wenn Sie daran teilnehmen ...

  • setzen Sie sich damit auseinander, wie eine wirksame Kommunikation der Ethikarbeit innerhalb der Organisation gestaltet werden kann.
  • kennen Sie Formate für niederschwellige und strukturierte Angebote an verschiedene Zielgruppen in Ihrer Gesundheitseinrichtung, um sich mit Ethik auseinanderzusetzen.
  • machen Sie sich bewusst, mit welchen Stellen Ihrer Gesundheitseinrichtung Sie kooperieren könnten und sollten, um die Ethikarbeit zu verstetigen.
  • reichern Sie damit Ihr Repertoire für die Institutionalisierung der Ethikarbeit in Ihrer Gesundheitseinrichtung an.

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Teil 3 – Entwickeln

Die Fortbildung (Teil 3 der „Ethikarbeit-Werkstatt“) vertieft die in den Teilen 1 und 2 vermittelten Kompetenzen, um Ethikarbeit in Gesundheitseinrichtungen zu institutionalisieren. Hierfür nimmt der dritte Teil die Entwicklung, Qualitätssicherung und Evaluation der Ethikarbeit in den Blick.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNG
Absolvierung von Teil 1 der „Ethikarbeit-Werkstatt“

INHALTE

  • Steuerungsarbeit: Strategische und operative Planung, Budgetierung, Governance, Prozessmanagement
  • Kompetenzmanagement: Grundlagen der Personalentwicklung, Expertise/Kompetenzen in der Ethikarbeit, Kompetenzmodelle, Kompetenzstufen, Kompetenzprofile, Stellenbeschreibungen, Mitwirkenden-Entwicklungsgespräche
  • Leitlinienarbeit: Grundlagen des Policy Making in Organisationen, Standards für Ethik-Leitlinienarbeit, Entwicklungsschritte von Ethik-Leitlinien, Mitwirkung an anderen Leitlinien
  • Qualitätssicherung: Rahmenbedingungen und Instrumente der Qualitätssicherung in Gesundheitseinrichtungen, Qualitätssicherung innerhalb des Ethikprogramms, Mitwirkung des Ethikprogramms an allgemeiner Qualitätssicherung
  • Evaluation: in der Fallarbeit, in der Bildungsarbeit, in der Steuerungsarbeit

ZIELSETZUNG
Wenn Sie daran teilnehmen ...

  • sind Sie mit Konzepten und Werkzeugen aus dem Management vertraut, um den Aufbau und die Weiterentwicklung der Ethikarbeit sowie deren Aufgaben und Aktivitäten in Ihrer Gesundheitseinrichtung zu koordinieren.
  • kennen Sie Ziele, Konzepte und Werkzeuge aus dem Personalmanagement, um den Qualifizierungsbedarf für Mitwirkende des Ethikprogramms zu erkennen und die Personalentwicklung im Ethikprogramm zu gestalten.
  • sind Sie mit Standards des Policy Making in einer Organisation vertraut und können diese in der Entwicklung von Ethik-Leitlinien umsetzen.
  • haben Sie sich mit Grundlagen der Qualitätssicherung in Gesundheitseinrichtungen auseinandergesetzt und können diese für die Ethikarbeit anwenden.
  • kennen Sie verschiedene Evaluationsmethoden der Ethikarbeit.
  • stärken Sie insgesamt Ihre Möglichkeiten, die
  • Ethikarbeit in Ihrer Gesundheitseinrichtung zu verstetigen.

 

 

*Die Fortbildung kann für die Lehreinheiten zu organisationsethischen Themen sowie zu Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation von Ethikberatung des AEM-Curriculums Ethikberatung im Gesundheitswesen (Anlage K2.3 der Zertifizierung als Koordinator*in für Ethikberatung im Gesundheitswesen) verwendet werden.